Konstantin_von_Sichart_entwurfFigurative Sprayschattierungen...

Inspiriert von Impressionisten, Expressionisten und der Streetartbewegung findet Konstantin von Sichart in seinen figurativen Spraygemälden einen ganz eigenen Weg. Er verleiht seinen expressiven Bildwelten, in denen der Mensch mit seinen Stimmungen und Emotionen im Zentrum steht, eine ganz eine besondere Optik. Sie lebt vom Wechselspiel einer mal groben und mal dezenten Spraygestik, von Schärfen und Unschärfen, von Licht und Schatten.

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Vita

Konstantin von Sichart ist am 19.06.1989 in München geboren und lebt heute im mittelfränkischen Eckental. Er besucht in Nürnberg die Waldorfschule und wechselt 2006 auf das musische Christian-Ernst-Gymnasium in Erlangen. 2008 wählt er das Fach Kunst als Leistungskurs und entdeckt die Streetartbewegung. Im Juli 2009 startet er auf einem Firmengelände in Schallershof bei Erlangen sein erstes Streetartprojekt. Zusammen mit dem Erlanger Stencelisten Kilian Reil besprayt er dort u. a. einen Bauwagen. Seit August 2009 arbeitet er im Rahmen seiner Facharbeit zum Thema „Streetart“, an einer in seinem Gymnasium vorübergehend aufgestellten, 5 mal 12 Meter großen Sperrholzwand. Seit Oktober 2009 ist er Mitglied der MODERN SPRAY ART GROUP.

 

Künstlerische Tradition

Konstantin von Sichart beginnt schon früh seine Neigung für das Zeichnen und Malen zu entdecken. Zunächst zeichnet er Comics. Später widmet er sich in seiner gegenständlichen Art, den klassischen Maltechniken. Ab 2006 lehnt er sich in seinen Figurationen immer stärker an die Impressionisten und Expressionisten an. Inspiriert von der Streetart, als Kunstform jenseits der Galerien findet er ab 2008 neue Ausdrucksformen für seine Bildwelten. Wichtige Impluse liefert ihm dabei insbesondere das deutsche Streetart-Duo „Herakut“.

 

Spraykünstlerische Position

Konstantin von Sichart entdeckt 2008 im Rahmen des Kunstunterrichts die Streetart und wird auf die Spraytechnik aufmerksam. Schnell faszinieren ihn die spezifischen Eigenschaften von Spraydose und –farben, an deren Erkundung er bis heute arbeitet. Sie erlauben ihm eine einzigartige Bildsprache für die Umsetzung seiner Bildideen zu finden. Thematisch steht in Konstantin von Sicharts Bildwelten der Mensch im Zentrum. Seine Intension ist es „Stimmungen zu erzeugen, Seelenzustände aufzuzeigen und kleine Geschichten zu erzählen“. Formal verleiht er seinen Spraywerken eine ganz eigene expressive Optik. Sie lebt vom Wechselspiel einer mal groben, feinen oder mal dezenten Spraygestik, von Schärfen und Unschärfen, von Opakem und Transparentem, von Licht und Schatten und nicht zuletzt vom mal Fotorealen oder mal Angedeuteten. In der Anwendung seiner Spraytechniken setzt sich Konstantin von Sichart kaum Grenzen. So lässt er mal Farben fließen, oder aber er bindet Kanten und Schablonen für seine Zwecke gestalterisch ein. Dabei wendet er besonders gern die Wischtechnik an, bei der er noch feuchte Sprayfarben mit den Fingern wieder verwischt. Auf diese Weise verleiht er seinen Sprayfigurationen eine an Kreidegemälde erinnernde Optik.